Maßnahme: Im Zuge einer schweren Banken- und Währungskrise Schwedens Anfang der 90er Jahre, die auch zu drei Jahren Rezession führte, wurden durch mehrere Reformen des Sozialstaates die nachhaltige Finanzierbarkeit des Systems bis heute gesichert, unter anderem auch durch grundlegende Reformen des Pensionssystems, die darauf gezielt haben, das steigende Lebensalter und die schrumpfende Basis an Beitragszahlern aufeinander abzustimmen.

Neben der Umstellung auf Beitragskonten mit Umlagebasis und der Einführung eines Korridors für den Pensionsantritt zwischen 61 – 69 Jahren inklusive Zuschlägen für Menschen, die sich entscheiden länger zu arbeiten, verankerte man auch den sogenannten „Automatic Balance Mechanism“. Dieser sorgt unter anderem dafür, dass sich das Pensionsantrittsalter innerhalb des Systems an demografische Veränderungen anpasst.

 

Ergebnis: Durch die Reform konnten die Ausgaben für Pensionen konstant gehalten werden und mit 7,4% des BIP (2011) liegen diese auch unter dem OECD-Schnitt. Trotz des bereits davor hohen Niveaus, ist die Erwerbsquote der Älteren seit 2000 um zirka acht Prozentpunkte gestiegen. Schweden hat damit die dritthöchste Erwerbsquote der 55 bis 64 Jährigen innerhalb der OECD-Länder.

 

Weiterführende Links:

http://www.government.se/contentassets/3d321fd499da48928de201abe43a558b/the-swedish-pension-agreement-and-pension-reform-ds-200953

http://eso.expertgrupp.se/wp-content/uploads/2013/08/Till-webben-ESO-2013-7.pdf

http://www.avenir-suisse.ch/37909/altersvorsorge-reformimpulse-aus-schweden-fuer-die-schweizerische-altersvorsorge/

https://data.oecd.org/socialexp/pension-spending.htm#indicator-chart

https://data.oecd.org/emp/employment-rate-by-age-group.htm#indicator-chart

 

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