Maßnahme: Aufgrund eines Anstiegs des Schuldenstandes in den 1990er Jahren (zwischen 1990 und 2000 stieg die Bruttoverschuldung von 29,9 auf 49,9% des BIP) wurde 2003 in der Schweiz in Artikel 126 der Bundesverfassung eine Schuldenbremse verankert, um den Bundeshaushalt vor strukturellen Ungleichgewichten zu bewahren. In Zeiten von Abschwungphasen lässt sie begrenzte konjunkturelle Defizite zu, in Phasen der Hochkonjunktur verlangt sie verpflichtende Rechnungsüberschüsse. Damit soll sowohl der Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen, wie auch eine antizyklische Fiskalpolitik gewährleistet werden.

 

Ergebnis: Seit 2006 weist der Schweizer Bundeshaushalt keine strukturellen Defizite mehr auf und die Schuldenquote konnte von über 50% im Jahr 2003 auf 34% (2015) gesenkt werden und stellt somit eine der niedrigsten aller OECD-Staaten dar.

 

Weiterführende Links: 

https://www.efv.admin.ch/efv/de/home/themen/finanzpolitik_grundlagen/schuldenbremse.html

 

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