Maßnahmen: Die kalte Progression beschreibt die jährliche zusätzliche Steuerbelastung, die dadurch entsteht, wenn die Höhe der Löhne durch die Inflation angehoben wird, die Grenzen, ab denen ein höherer Steuersatz auf Einkommen zu zahlen ist, allerdings nicht. Da die Inflationsanpassung der Löhne keine reale Lohnsteigerung darstellt, werden somit jedes Jahr höhere Steuern auf die faktisch selben Löhne eingehoben. Diese Problematik gibt es in vielen Ländern der Welt mit vielfältigen Lösungsmöglichkeiten.

Modell Schweiz: Seit 2011 werden die Steuertarife und Absetzbeträge auf Bundesebene automatisch an die Preisentwicklung (gemessen am Landesindex der Konsumentenpreise) jährlich angepasst. Negative Anpassungen werden nicht vorgenommen. Diese Regelung ist auch verfassungsrechtlich verankert worden. Auch die meisten Kantone passen die Steuertarife- und Absetzbeträge automatisch an, wobei gewisse Unterschiede bestehen.

 

Ergebnis: Der kalten Progression wurde entgegengewirkt und auf Bundeseben beseitigt. Der Ausgleich der kalten Progression brachte eine Entlastung für natürliche Personen von 450 Millionen Franken.

 

Weiterführende Links:

https://www.estv.admin.ch/dam/estv/de/dokumente/allgemein/Dokumentation/Publikationen/dossier_steuerinformationen/e/Die%20kalte%20Progression.pdf.download.pdf/e_kalte_progression_d.pdf.

http://www.steuerzahlerinstitut.de/files/40758/DSi_kompakt_Nr._12_-_Kalte_Progression_internationaler_Vergleich.pdf

http://archiv.wirtschaftsdienst.eu/jahr/2014/12/indexierung-der-einkommensbesteuerung-im-internationalen-vergleich/

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