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Pilzkiste: 140.000 € Investment bei 2 Minuten 2 Millionen

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Mit der PILZKISTE konnte nach INSTAHELP ein weiteres Unternehmen aus Graz einen Investment-Erfolg bei der 2 Minuten 2 Millionen Show auf PULS4 erzielen. Hans Peter Haselsteiner und Nachhaltigkeitsprofi Martin Rohla stiegen als Investoren ein und erhielten für 140.000 €, 25,1 % der Firmenanteile. Das Unternehmen PILZKISTE von Jasmin Kabir, Mercedes Springer und Nina Bercko hat sich auf die Produktion und Weiterverarbeitung von auf Kaffeesatz gezogenen Austernpilzen spezialisiert.

Die PILZKISTE verbindet laut eigenen Angaben Nachhaltigkeit, Regionalität und Kreativität. Vor rund eineinhalb Jahren brachten die Gründerinnen die Idee von auf Kaffeesatz gezüchteten Austernpilzen nach Graz. Im Juli 2018 wuchsen die ersten Pilze und der Erfolg ging nach oben.

Groß war die Begeisterung bei der Investoren-Runde rund um Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, Hans Peter Haselsteiner, Nachhaltigkeitsprofi Martin Rohla, Teleshopping-Miteigentümerin Katharina Schneider, Starwinzer und Winzer Leo Hillinger. Sowohl die Präsentation der drei Gründerinnen, als auch die Kostproben kamen sehr gut an. Leo Hillinger outete sich als großer Pilz-Fan und kostete es. Katharina Schneider war sehr interessiert an den Grow-Kits und könnte sich vorstellen, diese zukünftig im Mediashop zu verkaufen. Nur Florian Gschwandtner mag prinzipiell keine Pilze und ist daher als Investor gleich ausgeschieden.

Die Freude war gigantisch – Emotion pur! Damit hätten wir nicht gerechnet. Die PILZKISTE sorgte wirklich bei allen Investoren für sehr große Begeisterung. Das bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wurden auch gefragt, ob für uns in Zukunft ein Franchise-Modell in Frage kommen könnte. Ja, auch das wäre möglich! Erst einmal starten wir mit der PILZKISTE richtig durch!

so Jasmin Kabir.

Über die PILZKISTE

Bei den Gründerinnen des Unternehmens handelt es sich um Quereinsteigerinnen: Jasmin Kabir ist Gastro- und Werbefachfrau, Mercedes Springer ist ausgebildete Schauspielerin und Sprecherin und Nina Bercko ist gelernte Hochbautechnikerin mit abgeschlossenem Germanistikstudium.

Es war uns klar, dass wir unsere Idee nur dann erfolgreich umsetzen können, wenn wir ab sofort unsere gesamte Energie und Zeit in das Projekt PILZKISTE investieren. Dass wir allerdings innerhalb eines Jahres derartige Erfolge damit erzielen würden, hätten wir kaum zu träumen gewagt. Aber die Freude ist riesig – jetzt können wir richtig durchstarten!

erzählt Mercedes Springer.

Pilze in der Kiste

Foto (c) Pilzkiste

Die Philosophie, die hinter der PILZKISTE steckt, ist einfach und einfach nachhaltig: Der Verbrauch an Kaffee liegt in Graz bei ca. 13 Tonnen pro Tag, der (hauptsächlich) im Restmüll entsorgt wird. Für die Zucht der Austernpilze werden jene Ressourcen genutzt, die bereits zur Verfügung stehen (oder stehen könnten). Da Nachhaltigkeit und umweltbewusstes bzw. -schonendes Handeln das Credo der PILZKISTE darstellen, wird der Kaffeesatz, der immerhin noch 99 Prozent seiner Nährstoffe beinhaltet, drei- bis siebenmal pro Woche von verschiedenen Kaffeehäusern, Restaurants und Hotels in Graz abgeholt und als Hauptbestandteil für das Substrat genutzt, aus dem dann die Pilze wachsen.

Ein weiterer Bestandteil sind die sogenannten Kaffeehäutchen, die nach der Röstung von der Kaffeebohne abfallen und eigentlich keine Verwendung mehr finden. Hier möchte die PILZKISTE ebenfalls den Müll-Kreislauf unterbrechen und von den Kaffeeröstereien aus diesem Abfallprodukt Nutzen ziehen – bzw. Austernpilze. Nach der Ernte schließt sich der Kreis: Zurück am Anfang steht das „Altsubstrat“ wieder als Bodenaufbereiter für die Landwirtschaft zur Verfügung.

So wachsen die Pilze

  1. Der gesammelte Kaffeesatz und die Kaffeehäutchen werden noch mit Kalk und Pilzmyzel gemischt. Fertig ist das Substrat, das schließlich in Säcke abgefüllt wird.
  2. Zuerst liegen diese Säcke im sogenannten Inkubationsraum.
  3. Damit sich das Pilzmyzel optimal im Substrat ausbreiten kann, liegt die Temperatur hier bei 25 Grad Celsius und der Raum ist völlig dunkel.
  4. Nach ca. drei bis vier Wochen werden die Säcke in den Fruchtungsraum gebracht. Dieser Raum ist feucht mit ca. 80-90 % Luftfeuchtigkeit und kühl mit 15 Grad Celsius.
  5. Sobald die ersten Pilzköpfchen zum Vorschein kommen, dauert es nur noch ca. drei bis vier Tage bis zur ersten Ernte.
  6. Nach zwei Ernten könnte das Altsubstrat entsorgt werden.
  7. Die PILZKISTE geht jedoch auch hier einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und lässt es nicht in der Biomülltonne verschwinden, sondern stellt es als optimalen Dünger für Gärten und Äcker zur Verfügung.

Wo kann man die Pilzkiste kaufen?

  • Neben frischen Austernpilzen zählen auch die vielseitig verwendbare Premium Austernpilzcrème und das Grow-Kit (zum Selberzüchten für Zuhause) zu den Verkaufsschlagern.
  • Vor Ort im Geschäft in der Léhargasse 1, 8010 Graz, können alle Produkte gekauft werden.
  • Regelmäßig finden Workshops statt (Betriebsführung und gemeinsames Essen inklusive).
  • Die Produkte sind in ausgewählten Geschäften erhältlich.

Titelfoto (c) Gerry Frank

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