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Instahelp im Interview: Wie es bei 2 Minuten 2 Millionen Show ablief

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Nach dem großen Erfolg des Grazer Unternehmens INSTAHELP im Rahmen der 2 Minuten 2 Millionen Show auf PULS4 (das Investment besteht insgesamt aus 3 Millionen an Cash und Medienvolumen), führten wir mit CEO Bernadette Frech und Produkt-Manager Gernot Reiber ein Interview.

erfolgsideen.at: Guten Tag Frau Bernadette Frech, Sie sind Geschäftsführerin von Instahelp und stellten den „2 Minuten 2 Millionen“ Investoren Instahelp vor. Wie kam es zu der Idee bei der Show mitzumachen?

Bernadette Frech: Bei der Langen Nacht der Jungen Wirtschaft hatten steirische Startups die Chance, auf der Bühne der Kasematten ihre Unternehmen zu präsentieren. Der verlockende Preis war ein Direktticket für „2 Minuten 2 Millionen“. Wir durften auf der Bühne vor Daniel Zech von Seven Ventures und dem Präsidenten der steirischen WKO pitchen und dann kam die große Überraschung: Wir haben tatsächlich gewonnen!

Wie ging es Ihnen bei Ihrem Pitch?

Es waren 2 Minuten voller Anspannung, in denen ich die Leistung auf die Straße bringen musste. Mein Ziel war es nicht nur Investoren und Zuseher darüber zu informieren, dass Instahelp in Europa eine führende Plattform für psychologische Beratung online ist, sondern auch sie von unserem Tun zu begeistern.

Welchen Tipp möchten Sie anderen Start-Ups geben, die sich eine Bewerbung bei „2 Minuten 2 Millionen“ überlegen?

Ich empfehle den Startups, sich gut auf die Sendung und die möglichen Fragen der Investoren vorzubereiten. Es lohnt sich, schon vorab mit anderen Investoren Gespräche zu führen, um die Situation und die Frageart kennenzulernen.

Neben dem 1,5 Millionen Euro Budget der ProSiebenSat.1 Gruppe, war die Sensation in den Medien das Invest vom Runtastic Gründer Florian Gschwandtner. Wie war für Sie der Moment, als Florian Gschwandtner im „Nachklang der Show“ auf Sie zuging?

Die Freude in unserem Team war riesengroß. Florian Gschwandtner bringt irrsinnig viel mit, was unser Team und unser Unternehmen bereichern kann. Zum einen steht er für Gesundheit, zum anderen hat er ein vielfältiges Produktwissen und Feingefühl für Kundenbedürfnisse. Wir sind überzeugt, dass er uns mit seiner Erfahrung und seinem Gespür gut weiterhelfen kann.

Instahelp möchte auch Machine Learning als Produkt entwickeln, um die mentale Gesundheit der Kunden laufend messen zu können. In welche Richtung könnte das gehen? In Form einer Analyse von Wörten und Texten oder wie bei Runtastic ein Sensoren-gestütztes System?

Wir wollen die aktuellen Erkenntnisse des Machine Learnings im Bereich der Emotionserkennung nutzen, um intelligente Produkte zu entwickeln, die frühzeitig erkennen wenn es uns mental nicht gut geht.

Wie finden Sie als Graz als Unternehmensstandort für ein Internet-Unternehmen?

Graz hat eine sehr lebhafte Startup-Szene entwickelt, in der wir uns sehr wohlfühlen. Der Vorteil digitaler Geschäftsmodelle wie Instahelp ist, dass sie sich von überall aus – auch vom wunderschönen Graz aus – international skalieren lassen.

erfolgsideen.at: Herr Gernot Reiber, Sie waren im „Background-Team“ bei der Show mit dabei. Wie erlebten Sie die Aufzeichnung und was ist Ihre Funktion bei Instahelp?

Gernot Reiber: Es war sehr aufregend -auch wenn nur im Background-Team – bei der Show dabei zu sein und die ganze Dynamik hinter den Kulissen mitzuerleben. Vor allem das Wissen, dass man ständig von der Kamera gefilmt wird, lässt einen sehr stark auf das eigene Verhalten achten. In meiner Rolle als Produkt-Manager war der wichtigste Part der Show die Vorbereitung des reibungslosen Live-Chats mit der Psychologin über Instahelp.

Gibt es bei der Akzeptanz für psychologische Online-Beratung Unterschiede zwischen den fünf Ländern, in denen Sie bereits tätig sind?

Die höchste Affinität für psychologische Online-Beratung sehen wir in Großbritannien. Dies reflektiert sich auch in der Anzahl der Anbieter von psychologischer Online-Beratung, die in Großbritannien höher ist als z.B. in Deutschland oder Österreich. Mit der Vielzahl an Angeboten für psychologische Online-Beratung steigt auch die öffentliche Wahrnehmung des neuen Beratungsangebotes und führt über die Zeit zu einer höheren Akzeptanz.

Es gibt bereits Firmen, die sich auf Webseiten von Kandidaten bei „Die Höhle der Löwen“ auf VOX spezialisiert haben, um einem möglichen Besucheransturm bewältigen zu können. Hat Instahelp hier besondere Maßnahmen im Vorfeld getroffen?

Es ist immer eine Herausforderung für die IT eines Unternehmens, in einem kurzen Zeitraum einen hohen Besucheransturm ohne Einbußen der Ladezeit oder des Services zu erfüllen. Die Instahelp IT Infrastruktur basiert konzeptuell auf einer skalierbaren Cloud-Server Infrastruktur, die über eine intelligent Last-Verteilung Besucherspitzen gut bewerkstelligen kann. Für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen haben wir die Hardware unserer Server nochmal ordentlich aufgestockt, um eine Überlastung der Server zu verhindern. Dies ist uns auch gut gelungen, wenngleich es beim höchsten Ausschlag an gleichzeitigen Besuchern kürzere Ladeverzögerungen gab.

Wie haben sich die Webseitenzugriffe am Abend der Ausstrahlung auf Google Analytics geäußert?

Direkt am Tag der Sendung haben wir einen Anstieg von +340% an Besuchern verzeichnet. Dieser Anstieg hat sich auch in der Anzahl der neuen Beratungen entsprechend positiv ausgewirkt. Erfreulicherweise war dies auch kein Einmal-Effekt, sondern wir erleben weiterhin eine stark erhöhte Nutzung der psychologischen Online-Beratungen bei Instahelp. Dies verdeutlicht auch, dass durch eine höhere Bekanntheit ein höherer Beratungsbedarf gedeckt werden kann. Diesem Trend werden wir folgen und daher wird bald über die Medienpartnerschaft aus dem 2 Minuten 2 Millionen Deal TV-Werbung zur Erhöhung der Bekanntheit von Instahelp geschalten.

Was wurde beim Zusammenschnitt des Instahelp Auftritts nicht gezeigt?

Im Rahmen unserer Auftritts wurde mit den Investoren auch über das Unternehmens-Angebot von Instahelp gesprochen. Leider wird psychologische Beratung (egal ob Online oder auch vor Ort beim Psychologen) noch nicht vollständig durch die Krankenkasse gefördert, daher verbleibt ein Großteil der Kosten beim jeweiligen Ratsuchenden. Diese Kosten übersteigen schnell mal die verfügbaren Finanzmittel des Ratsuchenden und verhindern somit die Hilfestellung. Aus diesem Grund kooperiert Instahelp mit Unternehmen. Diese Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern Instahelp als Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung an und übernehmen alle Kosten die im Zuge der Beratung anfallen. Wir haben bereits viele große Unternehmen als Kunden, wie zB Renault, RHI, Trivago. Es wäre natürlich toll gewesen im Rahmen der Sendung auch auf diesen wichtigen Aspekt für Unternehmen hinzuweisen.

Vielen Dank für das Interview!

Link

https://instahelp.at/

Fotos: Instahelp

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