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Wirtschaft

Wirtschaftskammer zieht vor WKO-Wahl Bilanz

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Von 3. bis 5. März 2020 findet die WKO-Wahl statt. Österreichische Unternehmer sind dabei aufgerufen, ihre Vertretung zu wählen.Die Wirtschaftskammer Steiermark zog deshalb am 28. Februar Bilanz unter fünf Jahre WKO in Graz und gab einen Ausblick auf die künftige Arbeit des Hauses. Ob Unklarheiten bei Steuern und Abgaben, Fragen zu Dienstverhältnissen oder andere Probleme, die den Unternehmeralltag erschweren – die Serviceeinrichtungen der WKO sind Anlaufstellen für unternehmerische Fragen aller Art. Mitarbeiter der Servicestellen, Sparten und Regionalstellen sind im Einsatz, um Mitgliedern in sämtlichen Belangen weiterzuhelfen. Am häufigsten nehmen Großbetriebe die Serviceleistungen in Anspruch. Die nachgefragten Top-Themen sind Wirtschafts- und Gewerberecht, Steuern, Arbeits- und Sozialrecht sowie branchenspezifische Inhalte.

Die fünf wichtigsten Erfolge für die Wirtschaftskammer auf Bundesebene

1. Flexible Arbeitszeiten

Mangelnde Flexibilität bei den Arbeitszeiten hat die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe geschwächt. Österreichs Grenzen für die Arbeitszeit waren sogar deutlich restriktiver als die Vorgaben der EU. Durch das neue Arbeitszeitgesetz, für das sich die WKO massiv eingesetzt hat, wurde die höchstzulässige Arbeitszeit auf zwölf Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich ausgedehnt. Herk: „Das bringt mehr Flexibilität und Rechtssicherheit für unsere Betriebe und entspricht den Anforderungen einer modernen Arbeitswelt.“

2. Steuerliche Entlastung

Österreich ist ein Hochsteuerland. Die von der WKO forcierte Tarifreform war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und hat die gewerbliche Wirtschaft im Bereich der Einkommenssteuer um rund 400 Mio. Euro entlastet, das Aus für die Gesellschaftsteuer brachte weitere 100 Mio. Euro. „Unser Ziel ist eine weitere Senkung damit mehr Netto vom Brutto bleibt“, so WKO Steiermark Präsident Josef Herk. Weiters konnte die Grenze für geringfügige Wirtschaftsgüter von 400 auf 800 Euro verdoppelt werden.

3. Senkung der Lohnnebenkosten

Die WKO hat erreicht, dass der Unfallversicherungs-beitrag ab 2019 von 1,3% auf 1,2% und der IESG­Beitrag ab 2020 von 0,35% auf 0,2% gesenkt wurden. Zusätzlich entfällt die Auflösungsabgabe ersatzlos. Bereits ab 2017 wurde der Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) um 0,4 Prozentpunkte auf 4,1% gesenkt. 2018 wurde der FLAF­Beitrag um weitere 0,2 Prozentpunkte auf 3,9% gesenkt. „Unterm Strich konnten die Lohnnebenkosten dadurch um 1,5 Milliarden Euro pro Jahr gesenkt werden“, freut sich Herk. Mittelfristiges Ziel sei eine Reduzierung der Lohnnebenkosten auf deutsches Niveau.

4. Mehr Rechtssicherheit

Österreich hat mit 92 Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ein großes internationales Netzwerk der Rechtssicherheit. Allerdings sind zahlreiche Abkommen veraltet und entsprechen nicht mehr den aktuellen OECD­-Standards. Zudem gibt es mit manchen Staaten noch kein DBA, wodurch bilaterale Besteuerungskonflikte entstehen können. Die WKO hat sich hier erfolgreich für die Revision und den Neuabschluss von Abkommen eingesetzt. Mit Staaten wie Chile, Großbritannien, Island, Israel, Kosovo, Montenegro, Taiwan und Turkmenistan wurden neue Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Dadurch wird international geschäftstätigen Unternehmen mehr Rechtssicherheit und eine deutliche Steuerentlastung garantiert

5. Soziale Absicherung

Hohe Sozialversicherungsbeiträge können gerade für Klein- und Kleinstunternehmer eine erhebliche Belastung darstellen. Darum hat sich die WKO für eine entsprechende Reduktion stark gemacht – und das mit Erfolg. Die Krankenversicherungsbeiträge für Selbständige wurden um 0,85 Prozentpunkte reduziert. Ein Selbständiger mit einem Jahreseinkommen von 35.000 Euro erspart sich insgesamt 300 Euro. Insgesamt müssen Österreichs Selbständige (inkl. Landwirte) um rund 90 Mio. Euro weniger Krankenversicherungsbeiträge pro Jahr zahlen. Herk: „Unser Ziel ist es, dass sich vor allem gesundheitsbewusstes Verhalten bei der Krankenversicherung noch mehr auszahlt.“

Quelle: WKO Steiermark, Foto: Fischer

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