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Wirtschaft

Absoluter Gründungsrekord in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten

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Die Zahlen der WKO Steiermark sprechen eine klare Sprache: In konjunkturell herausfordernden Zeiten wurden im Vorjahr exakt 5.184 Neugründungen verzeichnet. Das ist ein absoluter
Rekord – noch nie wurden in der Steiermark binnen eines Jahres mehr Unternehmen gegründet als im Vorjahr. Damit machen sich im Schnitt 14 Steirerinnen und Steirer pro Tag selb-
ständig. Gegenüber 2024 stellt das ein Plus von sechs Prozent dar (4.890 Gründungen). Auf die Steiermark entfallen damit 13 Prozent aller bundesweiten Firmengründungen. Rechnet
man noch die selbständigen Personenbetreuer dazu, waren es sogar 6.113 Neugründungen.

Die Statistik fördert interessante Details zu Tage: So beträgt das Durchschnittsalter bei den Gründern steirischer Einzelunternehmen (ohne selbständige Personenbetreuer) aktuell 36,4
Jahre – und liegt damit exakt im bundesweiten Schnitt. Gegliedert nach Rechtsformen, machen die Einzelunternehmen mit einem bundesweiten Anteil von 82,6 Prozent das Gros der Gründungen aus, gefolgt von der GmbH (13,1 Prozent). Was die Altersstruktur betrifft, waren 2,9 Prozent der Gründer von Einzelunternehmen unter 20 Jahre alt, weitere 28,6 Prozent waren zwischen 20 und 30 Jahren, 34,0 Prozent waren bei der Gründung zwischen 30 und 40 Jahre alt. 20,1 Prozent gründeten im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, weitere 10,4 Prozent zwischen 50 und 60 Jahren. 3,9 Prozent der Gründungen entfielen auf Über-60-Jährige.

Die Branchen mit den bundesweit größten Zuwächsen

Am meisten Firmengründungen (ohne Personenbetreuung) gab es 2025 in den Branchen Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) mit 10,0 Prozent, Werbung und Marktkommunikation (7,6 Prozent), Versand-, Internet- und allgemeiner Handel (6,8 Prozent), Persönliche Dienstleister (6,6 Prozent) sowie Direktvertrieb (6,1 Prozent).

Warum der Schritt in die Selbständigkeit gewählt wird

Vorrangig ist es der Wunsch nach mehr Flexibilität und Eigenverantwortung, wie aus der aktuellen Motivumfrage der WKO hervorgeht: Demnach gaben 80,0 Prozent der Befragten an, ihr eigener Chef sein zu wollen, gefolgt vom Wunsch nach flexibler Zeitgestaltung (76,7 Prozent) und dem Ziel der Einkommenssteigerung (66,7 Prozent). 63,3 Prozent möchten Verantwortung für das eigene Tun übernehmen, weitere 56,7 Prozent gaben an, dass sie schon immer selbständig sein wollten.

Fast die Hälfte der Neugründungen sind in weiblicher Hand

In der Steiermark weist die Gründerstatistik zudem auch für 2025 einen hohen Frauenanteil aus – von den gegründeten Einzelunternehmen (ohne selbständige Personenbetreuer) wurden 48,3 Prozent von Frauen ins Leben gerufen. Erstmals überschritten die von Frauen initiierten Einzelunternehmen die Marke von 2.000 Betrieben – exakt waren es 2.118. Dem gegenüber stehen 2.267 von Männern gegründete Einzelunternehmen. Ein Blick auf die Regionen zeigt, dass die meisten Gründungen in Graz erfolgten (1.589), gefolgt Graz-Umgebung (611), Liezen (397), Hartberg-Fürstenfeld (350), Weiz (330) und Bruck-Mürzzuschlag (327).

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