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OeNB: Bargeldversorgung in Österreich gesichert

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OENB Holzmann

Es gibt in Österreich knapp 9.000 Bankomaten, deren Befüllung entsprechende Transport- und Sicherheitserfordernisse benötigt. Die Oesterreichische Nationalbank, die Banken und die Bankomatbetreiber kommen dem Bestücken der Ausgabeautomaten jedoch laufend nach. Die Bargeldversorgung sei damit jederzeit lückenlos sichergestellt stellte die OeNB in einer Aussendung fest und ersucht im eigenen Interesse, von nicht erforderlichen Besuchen in Bankfilialen Abstand zu nehmen.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) steht bereit und verfügt über ausreichende Bargeldreserven, um die Banken, die Bankomatbetreiber und die Wirtschaft mit Bargeld in beliebiger Höhe zu versorgen.

hielt der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Robert Holzmann, am 16. März im Rahmen einer Pressekonferenz fest.

Geringfügiger Anstieg an Bargeld-Abhebungen durch Corona-Krise

Im Zuge der Corona-Krise sei in Österreich ein geringfügiger Anstieg an Bargeld-Abhebungen festzustellen, so Holzmann, dies ist jedoch zu keinem Zeitpunkt notwendig, wie der Gouverneur betonte. Die Österreicher schätzen Bargeld, haben aber in den vergangenen Jahren immer stärker bargeldlose Formen des Zahlens genutzt. Es gibt praktisch in jedem Handelsgeschäft die Möglichkeit auch mit Karte zu bezahlen, insbesondere gilt das für den Lebensmittelhandel.

Österreichs Finanzsektor und die heimischen Kreditinstitute hätten zudem im vergangenen Jahrzehnt alle nötigen Vorsorgen getroffen und entsprechende Reserven aufgebaut, wie Vize-Gouverneur Gottfried Haber betonte. Sie sind daher auch für potenzielle wirtschaftliche Turbulenzen sehr gut gerüstet. Gerade erst vor wenigen Wochen habe der Internationale Währungsfonds (IWF) bestätigt, dass die österreichischen Finanzinstitute in allen Stresstests hervorragend abschneiden. Der Aufbau von Puffern in den letzten Jahren bestätige sich jetzt als wichtiger Faktor für die Finanzmarktstabilität.

Wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise auf Kreditinstitute

Die österreichischen Banken haben ihre Kapitalquoten in den letzten zehn Jahren verdoppelt und sind damit auch für mögliche turbulente Zeiten in der Realwirtschaft hervorragend gerüstet. Kapitalpuffer wurden genau dafür aufgebaut, um genutzt zu werden, wenn es einmal erforderlich werden sollte.
Wo erforderlich, werden zusätzliche Informationen von den Banken eingeholt, um immer ein aktuelles und umfassendes Lagebild zu haben. Gleichzeitig werden wir Banken vorübergehend von rein statistischen Meldeerfordernissen so weit wie möglich entlasten

so der OeNB-Vize-Gouverneur. Noch seien jedoch keine wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Entwicklungen auf die Kreditinstitute zu bemerken. Die OeNB beobachte hier aber weiterhin laufend alle Entwicklungen auf den Märkten und bei den Kreditinstituten. Die OeNB analysiert laufend die Entwicklungen im Bereich der Finanzmarktstabilität und ist in enger Abstimmung sowohl mit den nationalen Behörden als auch den europäischen und internationalen Institutionen.

Öffentliche Haftungen können übergreifen von realwirtschaftliche Turbulenzen auf Finanzwirtschaft verhindern

Öffentliche Haftungen für prinzipiell gesunde Unternehmen, die vorübergehend Liquidität benötigen, sind ein ausgezeichnetes Instrument zur Unterstützung dieser Unternehmen und können verhindern, dass realwirtschaftliche Turbulenzen auf die Finanzwirtschaft übergreifen. Die OeNB begrüßt diese Maßnahmen und geht davon aus, dass die österreichischen Banken dadurch in erhöhtem Ausmaß in der Lage sein werden, zur Stabilität besonders betroffener Branchen und Unternehmen beizutragen. Durch Haftungen können vorübergehende Zahlungsstockungen von Kreditnehmern noch besser abgefangen werden.

Die Oesterreichische Nationalbank und die österreichischen Banken stehen an der Seite der Menschen und der Wirtschaft in Österreich – wir werden diese schwierigen Zeiten gemeinsam meistern.

hielt Gouverneur Holzmann zuversichtlich fest.

Foto: OeNB

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